Welche Lehren sind aus „Afghanistan“ zu ziehen?

„Schande, Desaster, Versagen“, so regnet es nun von allen Seiten auf die USA/ Biden und auf europäische Regierungen herab.

Tatsächlich, die USA hatten bisher die Einstellung, überall auf der Welt eingreifen zu müssen, wenn etwas nicht so lief, wie sie wollten.

Aufgrund von oft höchst fragwürdigen Gutachten von „Experten“ fiel man nach dem 2. Weltkrieg in Mittel- und Südamerika ein, um nicht genehme Regierungen zu eliminieren, mit verheerenden Folgen für alle.

Nach dem 2. Weltkrieg wollten die USA den Nahen Osten neu ordnen, nachdem endlich das UK und F diesen verlassen hatten. Alles, um des lieben Öls und der „Domino-Theorie“ willen. Nur den Sowjets kein Zipfelchen Erde überlassen. Ergebnis: Vollkatastrophe in Vietnam, mit fürchterlichsten Auswüchsen der Roten in Kambodscha.

Im Iran installierte man einen idiotischen Shah, in Saudi-Arabien diese unsägliche Saud-Familie.

Andere Gauner, wie Saddam Hussein wurden mal unterstützt, mal nicht, je nachdem gegen oder für wen er gerade kämpfte. Ebenso die Taliban in Afghanistan solange es gegen die Sowjets ging. Als dann der Zauberlehrling den Besen nicht mehr beherrschen konnte, war das Elend gross. Die Taliban hatten sich als unbeherrschbar erwiesen.

Dann kam auch noch der 1. Golfkrieg bei dem Irak Kuweit überfiel und man den Saudis weismachte, der Feind falle demnächst in ihr Land ein. Bilder von Frühgeburten in Inkubatoren wurden herumgereicht, die Saddam Hussein angeblich ermorden liess. Später versucht Röttgen die gleiche Masche im Bundestag mit den Augen voller Tränen von armen Mädchen und auch Merkel wurde durch solch ein heulendes Kind umgestimmt. Sentimentalitäten statt Verstand, kann man da nur sagen.

Item, die Masche zog. Die Saudis, denen die noch extremeren Glaubensfanatiker als sie selbst sind, unheimlich wurden, erlaubten den „Ungläubigen“ Militärbasen im angeblich heiligen Land zu errichten.

Das wiederum entfachte den Zorn des Milliardärs Bin Ladin, der keine Ungläubigen in seiner Heimat dulden wollte und anfing, sein Geld für deren Bekämpfung einzusetzen. Bei etlichen Terrorattacken im Ausland, dort wo eigentlich gar keine US Soldaten sein sollten, wurden viele getötet und ebenso Zivilisten.

Die USA unter Bush I besiegte im ersten Anlauf Irak, mit Hilfe der Kurden und Bewohner des Deltas – und liess sie dann alle im Stich, und Saddam am Leben, nur um nach 9/11 der Welt vorzufantasieren, dass Saddam Hussein nun Massenvernichtungswaffen habe. Was eine glatte Lüge war. Darin wurden sie eifrig vom PM Blair unterstützt, Bush’s Poodle.

Aber zurück zu Bin Ladin. Er hockte mittlerweile in Höhlensystemen in Afghanistan und die lieben Paschtunen nahmen ihr traditionelles Gastrecht gegenüber diesem Verbrecher ernst und lieferten ihn nicht an die USA aus. Worauf diese mit Billigung der UNO und des Westens in Afghanistan 2001 einfielen. Und zwei Jahre später nochmals im Irak. Obwohl Saddam schon im ersten Anlauf hätte eliminiert werden können, tat man das nicht. Dafür sollte jetzt endgültig Schluss sein mit ihm. Was den USA gelang.

Sie schimpften auf die „alten“ Europäer, DE, F und ein paar andere, die sie beim Einfall in Irak nicht unterstützten, während „Neueuropa“, Polen z.B. ihnen sogar Foltergefängnisse zur Verfügung stellte, um gefangene Irakis zum Reden zu bringen und zu demütigen.

Nicht wirklich nett oder klug.

Mit Bin Ladin hatten sie weniger Glück. er entkam ihnen nach Pakistan und hockte dort friedlich mit seiner Weiber- und Kinderschar, bis Barack Obama ihn 2011 dort liquidieren liess.

Man könnte meinen, damit sei die „Mission Afghanistan“ beendet gewesen. Aber nein. Es ging weiter und weiter und weiter, bis heute August 2021.

Der Einsatz am Hindukusch von (2001 – 2021) kostete die USA rund 1 Billion Dollar vor allem für den Militäreinsatz selbst, wie Löhne, Ausrüstung, Transport und Verpflegung für amerikanische Soldaten und Auftragnehmer.
Immerhin 83 Milliarden Dollar wurden für Ausbildung und Aufrüstung afghanischer Sicherheitskräfte, für sogenannte „Nation Building“ ausgegeben, obwohl die USA, laut Biden und auch früherer Präsidenten wie Bush, gar keine „Nation Building“ machen wollten.

Unter den Europäern, die eifrig halfen, gab allein Deutschland 2005 – 2019 7,5 Milliarden Euro für die Entwicklung des Landes aus. Dazu kamen natürlich auch noch die Kosten für den Militäreinsatz selbst. Im Ganzen stolze 20 Milliarden. Weitere Länder zahlten ebenfalls.

Und auch die EU als solche gehörte zu den Zahlern. Hier waren es für zivile Aufbauarbeit und Entwicklungshilfe (2002-2021)  mehr als 4 Milliarden Euro. Man könnte meinen, der Westen könne Gold aus Stroh spinnen wie Rumpelstilzchen im Märchen. Da werden die Milliarden der Steuerzahler nur so in alle Himmelsrichtungen rausgeworfen.

Wenn man von derartigen Summen liest, kann man nur staunen! Wo ist denn all das Geld geblieben? Abgesehen von ein paar Schulen, die errichtet (und von den Taliban teilweise gleich wieder in die Luft gesprengt) wurden und ein bisschen mehr „Freiheit“ für Frauen und Mädchen in grösseren Städten, hat sich absolut nichts entwickelt in dem Land.

Zudem und vor allem hat der Krieg in Afghanistan sinnlose 240 000 Tote, und unzählige Verletzte gekostet und 5,5 Millionen Menschen sind als Ergebnis davon auf der Flucht.

Das Ganze war also ein fürchterlicher, grausamer, strohdummer Unsinn.

Ebenso der Krieg im Irak, der den ganzen Nahen Osten destabilisierte, bis heute. Wir diskutierten 2002/03 abendelang über die Absicht der USA nochmals in Irak einzufallen, und kamen schon vorher zu dem Schluss, dass das Ganze eine erlogene Sinnlosigkeit war. Wenn Historiker zu solch einem Schluss kommen, warum können Politiker nicht gleichermassen vernünftig sein?

Jetzt wird schon wieder so ein verlogenes Narrativ aufgebaut. Wiederum von Politikern, die immer noch nicht klüger geworden sind. Es muss eine besondere Gattung Mensch sein, die Politiker werden: Uneinsichtig, arrogant, machtbesessen und komplett lernresistent.

Man will uns nun weiterhin von Politikerseite her weismachen will, dass „unsere Sicherheit“ (d.h. die westliche) von irgendwelchen vorsteinzeitlichen Gesellschaften abhängt und bedroht wird. Deshalb müssten wir eingreifen. Da hatte man schon die „Dominotheorie“ die nur ein Flop war und ausser Hunderttausenden Toten nichts brachte. Dann hatte man die Massenvernichtungswaffen Theorie, die den ganzen Nahen Osten in Flammen aufgehen liess und lässt, nun soll unsere „Sicherheit am Hinduhush verteidigt werden“ oder seit neuestem auch in der Sahelzone. Sind Politiker eigentlich extra blöd und dumm?

Die rot/grünen Tauben unter diesen Weismachern sagen, man müsse diese Gegenden massiv mit Hilfsgeldern unterstützen, noch mehr NGOs mit dem grossen Geldsack hinschicken, ihnen unsere Kultur und Ideen nahebringen, aber dabei ganz, ganz, ganz grosses Verständnis für ihre Besonderheiten (Frauen zu Tode steinigen z.B.) haben und alle, denen es im eigenen Land nicht gefällt, zu uns „retten“. Item: Grenzen auf, zahlen bis zum Geht-Nicht-Mehr und dann wird alles gut. Aus Vorsteinzeitmenschen werden dann die liebsten Brüder und Schwestern.

Die anderen, die Falken unter diesen Eingreifern, meinen, man müsse noch gröber in den Ländern eingreifen, die nicht so wollen wie wir, um die Welt zu retten.

Wir sagen: Weder noch. Lasst die Leute endlich selbst machen, selbst Verantwortung für ihr Tun und Lassen übernehmen.

Unsere Sicherheit hängt nur von uns im Westen selbst ab.

Weshalb konnte Osama Bin Ladin seine Terrorattacken von 9/11 durchführen?

Weil man weder in Deutschland/ Hamburg, wo die saudischen Attentäter angeblich studierten, noch in den USA, wo sie sich zu Piloten ausbilden liessen, hellhörig, vorsichtig und verantwortungsbewusst handelte. Warum wurden die Männer nicht schon in Deutschland gründlich überprüft? Weil DE alle und jeden ohne die klitzekleinste Kontrolle ins Land lässt. Damals in den 1990er Jahren, 2015 und heute immer noch. Wie gesagt: Nichts dazu gelernt.

Weil auch die USA alle Sicherheitsvorschriften, die es . im Gegensatz zu Deutschland – bei ihnen sogar gibt, aussen vor liessen. Die Männer wollten fliegen lernen. Warum wurden sie nicht genauestens überprüft? Unter die Sicherheitslupe genommen?

Hätte man, wie es die Pflicht eines jeden Verantwortlichen gewesen wäre, diese Männer einer Sicherheitskontrolle in DE/USA unterzogen, wäre 9/11 nicht passiert.

Hätte Merkel ihre Pflicht getan und NICHT unkontrollierte Massen von Männern aus Ländern mit total fanatischen Gesellschaftsnormen eingelassen, wären die Terrorattacken vom Weihnachtsmarkt/Breitscheidplatz u.a. Terrorattacken NICHT passiert. Das Gleiche gilt für Länder wie GB, F, SP u.a.

Fazit: Statt für Milliarden und Billionen Dollar sinnlos Soldaten und NGOs und Entwicklungshelfer in Länder zu senden, die uns nichts angehen, sollte man sich im Westen auf die eigene Sicherheit hier konzentrieren.

Die Billionen, die für und in korrupten Ländern jedes Jahr verschleudert werden, bewirken ganz offensichtlich nichts. Es macht uns nicht sicherer, den korrupten und gewissenlosen Bossen dort Geld in den Rachen zu werfen. Länder, die auch heute, nach riesigen Zahlungen und/ oder Bemühungen sie zu ändern, sich nicht ändern wollen oder können, die immer noch unfähig sind, ihre Bevölkerung vorwärts zu bringen. sollte man absolut nicht mehr unterstützen. Erst sollten sie beweisen, dass sie Änderungen im westlichen Sinn, falls sie das überhaupt wünschen, selbst erreichen können. Für jeden positiven Schritt, der gewünscht und auch selbst gemacht wird, kann man eine Hilfestellung anbieten. Kontrolliert und gezielt, keine so Wischiwaschi-Hilfe, wie das bisher geschieht.

Und Europas Grenzen gehören absolut geschlossen. Man interveniert nirgends, aber man verteidigt sich hier strikt. Man hilft, gezielt, kontrolliert, wenn gewünscht, aber nur zu unseren Bedingungen.
Man beendet die illegale Immigration sofort.
Einreise nur mit Visum, mit strikten Sicherheitsüberprüfungen VOR der Einreise (wie es seit 9/11 die USA, Kanada, Australien u.a. machen). Die westlichen Soldaten und die Milliarden, die bisher rausgeworfen wurden, bleiben hier. Damit kann jedes Land (oder die EU als Ganzes so sie wollen) eine ausgezeichnete Armee aufbauen und seine/ihre Grenzen vernünftig verteidigen.

Ständig Kriege in aller Welt anzuzetteln oder Kriege für andere zu führen, gehört nicht zu den Aufgaben vernünftiger Staatsführer/innen.

Zu deren Aufgaben gehören stattdessen der Schutz der eigenen Bevölkerung. Vor allem auch der Schutz der Frauen und Kinder vor Übergriffen von archaischen Männern. Dazu gehören sichere Strassen, auch nachts. Dazu gehören gesicherte Grenzen. Dazu gehört Schutz vor Terrorattacken. und zwar HIER.

(21. Aug. 2021)