Das Wahldebakel der CDU 14.03.2021

Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz leckt die CDU nach deftigen Stimmenverlusten ihre Wunden.

Laut CDU haben die Verluste ursächlich nichts mit der CDU zu tun, sondern es war einfach kein Durchkommen gegen den Übervater Kretschmann in BW und die Landesmutti Marie-Luise Dreyer. Und man hat ja keinen richtigen personenbezogenen Wahlkampf führen können. Pech halt, dass die anderen Parteien beim digitalen Wahlkampf offenbar besser waren. Corona Management und Maskenskandal haben dann noch das i-Tüpfelchen auf das schlechte Wahlergebnis gesetzt.

Wenn man die Sachlage aber genauer betrachtet, dann liegt es eher daran, dass die CDU überhaupt kein herausragendes Personal mehr hat. Das betrifft vor allem BW, etwas weniger RP. Aber auch die Bundes CDU hat doch außer ein paar alten Schlachtschiffen namens Röttgen und Merz nichts zu bieten: Die CDU und vor allem Frau Merkel sollten sich Gedanken machen, warum das so ist.

Wer in der Vergangenheit in der CDU Stärke, Können und Charisma gezeigt hat, wurde doch kaltgestellt, wie zu Kohl´s Zeiten. Underperfomer wurden dagegen weggelobt oder befördert. Man denke da nur an Frau von der Leyen. Solange AKK brav die oberste und zugleich untertänigste Gefolgschafterin von Merkel war, wurde sie von dieser gelobt. Als sie als Verteidigungsministerin plötzlich eigene Ideen entwickelt und versucht Missstände in Beschaffung, Strukturen und Personal zu beheben, wird sie von Merkel eiskalt kaltgestellt.

Wer hat da noch Lust als junger, engagierter Mensch, als Nachwuchspolitiker in die CDU zu gehen, um dann irgendwo als Dorfschultes zu enden, nur weil Merkel von Personalführung, Personalentwicklung und Nachfolgeregelung keine Ahnung hat, oder besser kein Interesse.

Zudem schleppen sich hunderte von dringenden Themen dahin, die von der CDU nicht angepackt oder eben verschleppt werden.

Ist es deswegen ein Wunder, dass Deutschland in Wirtschaft, Energie, Digitalisierung, Bildung, Forschung, Finanzthemen etc. nur hintere Plätze einnimmt?

Hoffentlich tritt Frau Bundeskanzler* im Herbst wirklich ab und kommt nicht auf die Idee, wie Winfried Kretschmann, nochmal ein paar Jahre dranzuhängen, weil es keine*n ungeeignete*n Nachfolger*in gibt.
Das mit den Sternchen ist in Deutschland wichtiger als Wirtschaft, Forschung, Bildung etc.
Bei den Auszeichnungen gibt es dafür einen Mangel an Sternchen. Die gehen an andere, meist kleinere und ärmere Länder.

PS: Aber, liebes Publikum, haben Sie es realisiert? Es gibt auch noch die „Freien Wähler.“