Kaum ist die Corona Krise halb vorbei wird der Schlamperladen der deutschen Politik wieder sichtbar.

Milliarden und Millionenzusagen an alle und alles was kreucht und fleucht. Da bekommt man Panikattacken wenn man darüber nachdenkt wie das alles finanziert werden soll, bzw. wie das die Empfänger jemals zurückzahlen sollen.

Schon gibt es hunderte oder gar tausende von Betrugsfällen, angefangen von Clans bis zu islamischen Verbänden, die alle Hilfs-, Übergangs- oder Fördergelder beantragt und bekommen haben ohne eine Berechtigung dazu. Da nicht zu erwarten ist, dass die Gelder jemals zurückgezahlt werden, bleibt nur diese Leute wegen Betrugs, versuchten Betrugs, Erschleichung von Hilfsleistungen etc. anzuklagen. Ob die dann je verurteilt werden steht auf einem anderen Blatt. Schon jetzt rechnet die deutsche Justiz mit tausenden von Verfahren, die sich auf Corona, die eingeleiteten Maßnahmen, die ausgezahlten Gelder und die angeblich eingeschränkten Freiheitsrechte beziehen.

Man kann deshalb nur jedem jungen Menschen raten Jura zu studieren, Rechtsanwalt, Staatsanwalt oder Richter zu werden. Arbeitslosigkeit ist in diesen Berufen in den nächsten 50 Jahren nicht zu erwarten. Eine Überlegung wäre es wert, Piloten und Kabinenpersonal auf Jura umzuschulen. So vermeidet man teure Arbeitslosigkeit. Für die meisten der anstehenden Fälle braucht man eh keine großartigen juristischen Kenntnisse, gesunder Menschenverstand und künstliche Intelligenz, die die richtigen Paragraphen benennt, genügen vollauf.

Apropos Schlamperladen: seit etwa drei Jahren habe ich recht regelmäßig Artikel über angeblich ungereimte Geschäftsvorfälle bei Wirecard gelesen, z.B. in der Financial Times und anderen überregionalen Zeitungen. Die FT sollte eigentlich Pflichtlektüre jedes Beraters bei EY, KPMG oder wie sie alle heißen sein. Für Leute aus den Finanzministerien, Bafin etc. gilt gleiches. Aber offensichtlich waren diese Informationen uninteressant und die Leute haben nur die steigenden Börsenwerte von Wirecard studiert. In den Ministerien sitzen hunderte von Mitarbeiter, hochbezahlte Ministerialdirektoren, -dirigenten etc. Keinem ist was aufgefallen? Das glaubt kein Mensch. Weggucken und wegducken ist die Devise. Hoffentlich hatten alle fleißig in Wirecard investiert und sind jetzt mächtig auf die Schnauze gefallen.

Die Vorstände von Wirecard müssen die dänische Fernsehserie „Follow the Money“ gesehen und das Drehbuch sozusagen für sich kopiert haben. Aber Vorsicht: Der Vorstand der betrügerischen Firma wird zum Ende der Staffel 1 von seinen eigenen Leuten ermordet. Könnte der verschollene Vize von Wirecard vielleicht auch…..?

Weiter geht es mit dem Schlamperladen: immer noch kein Ende mit den CUM-EX Geschäften und der juristischen Aufarbeitung. Es ist zu erwarten, dass sich das so lange hinzieht bis alles verjährt ist. Nur der Steuerzahler ist sein Geld los. Die „mutmaßlichen“ Betrüger können sich wohl auch zukünftig ungeniert auf ihren Yachten im Mittelmeer sonnen anstatt gesiebte Luft zu atmen und trocken Brot zu genießen.

Wie geht es eigentlich den Herren Vorständen der verschwundenen oder nie vorhandenen P&R Seecontainer? Schon ein kleines Grundstück oder Inselchen in der Karibik erworben?

Mutti Merkel trifft sich lieber mit Gretchen Greta zum Kaffeeplausch, anstatt dafür zu sorgen, dass ihre Finanzminister mal loslegen und ihre Läden in Ordnung bringen.

(16. August 2020)