Ende „Corona“??

Die Normalfrau und der Normalmann taucht langsam erleichtert, doch immer noch leicht verwirrt und mit vorsichtigem Vorbehalt aus dem Corona- Lockdown auf und reibt sich verwundert die Augen.

War diese surreale Zeit wirklich etwas, das alle erlebt und die meisten zum Glück wohlbehalten überstanden haben? Oder war es nur ein böser Traum, der den Menschen einfach so drei Monate stahl und leider zu vielen nicht nur die Zeit, sondern sogar das Leben? Wo ist die Zeit geblieben, nachdem sie stehengeblieben war?

Die Anderen, Ungeduldigen, Jungen, Törichten können es kaum erwarten. Entweder leugnen sie, dass Covid-19 als gefährliche Seuche tatsächlich existiert – Broders Achgut z.B. kokettiert zur Zeit über die Massen mit dieser Attitüde – oder sie ignorieren die Gefahr, da sie endlich hier und jetzt und augenblicklich ihr altes Leben wieder aufnehmen wollen. Frei nach Udo Jürgens: Der Tanz auf dem Vulkan!
Nach uns die Sintflut und der Letzte, der macht die Lichter dann aus.
Was morgen passiert, das geht uns nichts an,
Willkommen beim Tanz auf dem Vulkan!

Wie wenn man eine noch verschlossene Flasche Coca-Cola bei heissem Wetter gründlich schüttelt und dann den Verschluss löst, so spritzt und schäumt -wenn man es nett ausdrücken will – Menschliches, allzu Menschliches überschäumend, klebrig süss in alle Himmelsrichtungen daraus hervor. Unkontrolliert! Oder Ekelhaft!

In der Schweiz sind die Clubs wieder geöffnet. Und kaum geöffnet wird getanzt und gefeiert und alle Distanz- und Hygieneregeln werden, nein nicht über Bord geworfen, bei diesen Partylöwen kamen sie wahrscheinlich gar nie wirklich an. Man tanzt auf dem Vulkan, gefährdet sich und andere. Und der Staat, in diesen Fällen ein paar Kantone, schauen einfach hilflos zu. Oder nach Bern. Aber dort hat die Regierung offensichtlich die Nase voll von der Verantwortung für alle und schiebt diese zurück an die Kantone. Gute Voraussetzung dafür, dass man schnell wieder dort steht, wo man Mitte März schon mal stand: im Chaos.

In England zieht es die Leute bei schönstem Wetter an die Strände, wo sie dicht gedrängt das Strandleben geniessen. Hier kann man nur sagen: „Wehe wenn sie losgelassen!, wachsend ohne Widerstand…“ In den USA, aber auch in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien wird demonstriert, auf Corona-Teufel komm raus. Tausende rennen auf die Strassen und schreien herum, um zu zeigen, dass sie noch da sind? Dass sie Grundrechte haben? Dass sie demonstrieren wollen?

Für und gegen alles und damit eigentlich NICHTS.

Im Hambacher Forst hocken sie schon wieder wie die Affen auf den Bäumen, wie reife Kokosnüsse, die die Polizei herunterschütteln möchte. Aber es nicht kann. Dabei fallen statt Kokosnüsse von den Untätern geworfene Steine auf die Polizeiautos. Sie könnten genauso gut jemanden treffen, schwer verletzen, töten. Aber das ist den Linkisten natürlich schnurzpiepegal oder sogar deren explizite Absicht.

Und gegen die Polizei wird sowieso und ganz besonders im „grossen Kanton“ wieder mal demonstriert, als gäbe es kein heute und kein morgen, als hätte es kein Corona gegeben und würde es diese Seuche auch nicht mehr geben.

Auf die Polizei kommen wir allerdings noch in einem weiteren Artikel zu sprechen.

Nun erst mal zurück zur allgemeinen Lage.

Der kleine dicke Luftballon aus Nordkorea macht sich schon wieder ungut bemerkbar. Offensichtlich sind ihm immer noch nicht genug Menschen verhungert, an Seuchen gestorben, denn statt endlich den Nordkoreanern das Leben zu erleichtern und sein mehr als marodes Gesundheitssystem zu verbessern und ebenso die Versorgung der Bevölkerung, fällt ihm nichts Gescheiteres ein (wie auch, bei dem IQ??) als ein Gebäude an der Grenze zu Südkorea sprengen zu lassen. Und er droht zudem mit der Besetzung der demilitarisierten Zone. Mitten in die Corona Krise hinein, während alle Länder mehr oder weniger in Schockstarre verharrten, musste er wieder mal mit Raketen herumballern, damit man ja nicht übersieht, dass der Ballermann immer noch vorhanden und noch nicht an Leber- oder Herzverfettung gestorben ist.

Je dicker er wird, umso dümmer scheint er zu werden.

Und die Migrantenwelle, die kurz wegen Corona pausierte, nimmt wieder Fahrt auf, so wie die Flugreisen, die langsam wieder starten. Mit Mundschutz, versteht sich.

Es kommt von neuem Nachschub in den Lagern auf den griechischen Inseln an. Alle beklagen die Tatsache, dass die Lager übervoll sind, die Zustände verheerend, besonders in Corona-Zeiten. Aber deswegen bleiben nicht mehr Migranten dort, wo sie hingehören: zu Hause. Man versucht, die Lager etwas zu leeren, wenige Leute aufs griechische Festland zu schicken oder junge Männer direkt zu Resteuropas „Willigen“. Und dies als Transfer von „Mädchen und Kindern“ zu verkaufen. Das ist einerseits die reinste Symbolpolitik, andererseits schlicht Sisyphos-Arbeit. Kaum wird die Migrantenmasse um ein paar Menschen vermindert, kommt mehr Nachschub. 100 Ausgeflogene werden durch 300 Nachkommende ersetzt. Und das wird solange weitergehen, wie die Europäer gute Miene zu dem bösen Spiel machen.

Und auch die Messerstecher sind wieder unterwegs. Hatte man während dem Corona-Lockdown Ruhe vor ihnen, geht es jetzt unvermindert wieder los, besonders in Grossbritannien: 3 Menschen erstochen von Khairi Saadallah aus Libyen in Reading, UK am 20. Juni. Am 26. Juni stach ein Asylant aus Sudan mitten in Glasgow zu und verletzte 6 Menschen , 3 wurden am Strand von Bournemouth und 2 am Strand von Leysdown/ Kent von Messerstechern schwer verletzt; am 20. Juni wurde 1 Afghanin in Stuttgart von ihrem Mann (Afghane) mit dem Messer schwerst verletzt. Sie alle hätten gern noch ein wenig leben oder körperlich unversehrt bleiben wollen. Das passt nicht ins Konzept von Messerstechern. Sie morden einfach. Wollen sie beweisen, dass es sie noch gibt? Dass sie nicht mit Corona verschwunden sind?

Insofern und auch was die allgemeine Kriminalität wie Einbrüche usw anbelangt, war der Lockdown direkt ein Segen! Grenzen zu und kontrolliert (ja, ja Frau Merkel, hier der Beweis, dass das Schliessen von Grenzen tatsächlich vollkommen möglich ist!!) und man hatte für eine Weile seine Ruhe.

Und das Allerbeste: Frau Merkel kann in ihrem ganzen Leben nie mehr behaupten, Grenzen könne man nicht schliessen. Sie hatte also ohne mit der Wimper zu zucken das ganze Land einfach ANGELOGEN!

Und Trump steigt in den Wahlkampf ein – gegen einen Gegner, der eigentlich gar keiner ist. Soll das ein schlechter Witz auf Seiten der Demokraten sein? Können die wirklich keinen einzigen vernünftigen valablen Kandidaten aufstellen? Haben sie lauter Nieten oder zu alte Kandidaten in ihrer Partei?

Unterdessen kappelt sich Trump mit den Chinesen um alles und jedes; ob das Virus so heissen soll, oder anders. Dabei beweist er vor allem gnadenlos gegen sich selbst seine eigene Dummheit. Desinfektionsmittel trinken, war einer seiner albernen, allerdings auch gefährlichen Ratschläge. Und: „Wenn man nicht testet, hat man nicht so viele Infizierte“.

Äusserte ein Präsident des doch immerhin immer noch mächtigsten Landes dieser Welt tatsächlich solchen Müll? Oder legen ihm nur boshafte europäische Journalisten, die ihn nun einmal nicht ausstehen können, diesen Stumpfsinn in den Mund? Und: Er liess es offenbar zu, dass Russen die Taliban dazu ermunterten US Truppen anzugreifen. Was ist das für ein Mann, dieses Trampeltier?

Und der mörderische Kronprinz im Nahen Osten bedroht immer noch und schon wieder die Jemeniten, obwohl er im gleichen Atemzug Geld für den Wiederaufbau von seinen dummen Helfershelfern verlangt. Nebenbei baut er Luftschlösser alias „Traumstädte“, wie die Welt sie angeblich noch nie gesehen hat, in irgendeinem Wüstenteil, um Touristen anzulocken (Wer ist wohl so doof und fliegt denn so wo hin?) und bedroht, wie gehabt, wieder einmal Kritiker, die ihm immerhin bis nach Kanada entflohen sind.

Was hat die Welt nur für idiotische Regierungschefs! Mit denen sie wieder zum „business as usual“ zurück zu kehren scheint?

Doch es handelt sich nicht ganz um „business as usual, denn über allen und allem schwebt immer noch das Damoklesschwert des bösartigen Virus. Auch wenn manche behaupten, es „von Anfang an schon gewusst“ zu haben wie „harmlos“ das neue Virus ist, „einfach eine Art von Wintergrippe“, die sich nun mit dem Sommersonnenschein – um mit Goethe zu sprechen- „in die rauhen Berge zurückzog“, lässt sich das Virus von solchem Glauben (der vor allem die Beschränktheit des Sprechers aufzeigt) nicht gross beeindrucken und flammt ständig irgendwo wieder auf, alle daran erinnernd, dass mit ihm durchaus nicht zu spassen ist.

Es gibt Leute, die meinen, man solle den Dingen ihren Lauf und die Älteren einfach sterben lassen. Sie würden ja sowieso sterben. Das ist nicht nur extrem zynisch, sondern erinnert direkt fatal an eine Zeit im letzten Jahrhundert, die niemand wieder auferstehen lassen will.

Dann gibt es solche, eine S.Sch. Kommentatorin bei AG z.B., die anderen Leuten „verspricht, dass sie an dem Virus nicht sterben werden.“ Woher die Dame diese Weisheit wohl hat? Kann sie hellseherisch in so ein Virus hineinblicken? Das wäre ja eine ganz fantastische Eigenschaft…

Tatsächlich ziemlich dumm, solche Wichtigtuer und Besserwisser, die Wochen, nachdem die Verantwortlichen der jeweiligen Staaten und deren wissenschaftliche Berater, die unter enormen Druck und innert kürzester Zeit eine äusserst komplexe, noch nie dagewesene und schwierige Faktenlage beurteilen mussten, von der kein Mensch voraussagen konnte, wie sie tatsächlich enden würde, dumm daher plappern, dass sie es ja schon immer gewusst und gesagt hätten, und dass blablabla niemand auf sie, die Superschlauen, die Alleswisser, die Hellseher gehört hätte.

Auf alle Fälle beneiden wir für einmal die Politikerinnen und Politiker und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht um die riesige Verantwortung, die sie in diesen Zeiten hatten und haben. Und man muss es ehrlich, lobend und auch ein bisschen dankbar aussprechen, diese doch – zumindest in den meisten westlichen Ländern- anfangs recht gut wahrgenommen und gemeistert haben.

Allerdings, wie das Beispiel Schweiz und andere oben zeigen, scheint die Lust auf verantwortungsvollen Umgang rapide abzunehmen, bei all zu vielen Menschen.

Man fragt sich wie diejenigen, die heute mit dem Finger auf die Verantwortlichen zeigen und herumposaunen: Ihr habt dies und das und jenes falsch gemacht, wir haben es schon immer besser gewusst, und, und, und, wohl reagiert hätten, wenn die Verantwortlichen genau so gehandelt hätten, wie die Schreihälse es angeblich von Anfang an gewusst und gefordert hätten? Wenn es dann derart schief ausgegangen wäre, wie in Schweden oder anfangs im UK, dann würden die gleichen Schreihälse wohl die ersten sein, die wiederum anfangen zu zetern: Warum habt ihr keinen Lockdown gemacht? Warum habt ihr so viele Leben aufs Spiel gesetzt?

Hinterher ist man immer gescheiter als wenn man mitten in der Bredouille steckt. Und spätestens wenn man als ursprünglicher Schreihals oder als sich unverletzlich glaubender Partygänger auf der Intensivstation einer Klinik landet, wie Boris der Schreihals, z.B., wird man wohl von seiner Besserwisserei kuriert sein, wie Boris.

(26. und 29. Juni 2020)