Klimawandel ist schlecht, ODER?

Alle Welt jammert über DEN Klimawandel. M. Atwood nennt ihn sogar eine Katastrophe. Wir berichteten schon darüber.

Jetzt wollen wir mal überlegen, was es dazu sonst noch zu sagen gibt, abgesehen vom Sprüchlein: „Listen to the scientists“.

Wir würden das Sprüchlein: „Listen to common sense“ bevorzugen, da es so was Normales und gar nichts Hysterisch-Überspanntes an sich hat.

Also:

Betrachtet man sich Grafiken der Weltbevölkerung, wuchs diese von ganz wenigen Millionen Menschen im Jahr 1000 vor Chr. bis ins Jahr 1600 auf ca 500 Millionen an. Die Seuchen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit liessen die Zahlen auch immer wieder absacken. Nach dem 30-jährigen Krieg und mit den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Aufklärung stieg die Weltbevölkerung dann bis 1800 auf ca 1 Milliarde. In Zweitausendachthundert Jahren ging es also bis auf eine Milliarde hoch.

Da der Mensch jedoch einerseits von Natur aus so sehr von sich selbst und seiner erstklassigen Qualität überzeugt und in sich selbst verliebt ist, da zudem die Kirche basierend auf der Bibel („vermehret euch!“) und die Muslime ebenso meinen, sie bräuchten immer mehr Schäflein, die ihren Sprüchlein nachrennen, vermehrten sich die Menschen kräftig. Zumindest dort, wo die Frauen gar nichts und die Männer viel zu viel zu sagen hatten und haben.

Denn ein richtiger, gestandener Mann braucht doch mindestens drei Söhne, oder? Und um an dieses Ziel zu gelangen – wie sagt das Sprüchlein?: „Der Wunsch nach einem Sohn ist der Vater vieler Töchter“ – werden Kinder gezeugt, wie Sand am Meer. Die Inder können ein Lied davon singen. Tochter um Tochter wird geboren und/oder ermordet, bis endlich die gewünschte Anzahl Söhne erreicht ist. In vielen anderen Ländern ist das ähnlich. Völlig gaga!

Und da dank der zunehmend professionelleren Medizin und Wissenschaft (listen to the scientists), ab dem 19. Jahrhundert auch immer mehr von den gezeugten Kindlein geboren wurden UND überlebten, nahm und nimmt die Anzahl Menschlein auf dieser Erde exponentiell zu.

Innerhalb eines Jahrhunderts ging es nun schon auf die zweite Milliarde und dann aber los hopp, im Jahr 2000 waren es schon erstaunliche über 6 Milliarden (also 4 Milliarden mehr in 100 Jahren) und nur 20 Jahre später zählen wir stolze 7,8 Milliarden, Tendenz immer noch steigend.

Sind wir denn allesamt total bescheuert?

Die Antwort ist leider: JA!

Die Vorhersage ist ca 11 Milliarden in vielleicht 30 – 50 Jahren. Das soll dann angeblich der Zenit sein. 11 Milliarden Menschen auf dieser einen Erde. „Heinrich, mir graut vor dir“, würde Gretchen ausrufen (die im Faust, nicht die in Schweden, natürlich). 11 Milliarden Menschen bedeutet ein ENDE JEGLICHER LEBENSQUALITÄT und zwar für Mensch und Tier, mit oder ohne Klimawandel. 11 Milliarden Menschen auf dieser Erde ist nur noch grauenhaft. Und zwar ganz einfach, weil die sich (mit oder ohne Klimawandel) gegenseitig brutal totschlagen werden. Was in dieser Richtung passieren kann, sehen wir schon heute (sogar in der noch relativ friedlich-vernünftigen, demokratischen Schweiz) tagtäglich auf unseren Strassen.

Okay. Stellen wir mal den Rest der Erde diesen heutzutage 7,8 Milliarden Menschen gegenüber.

Früher bauten und lebten die Menschen nicht direkt am Wasser, weder am Meer, noch an Seen und Flüssen. Die Fischer hatten ihre Boote dort unten und vielleicht ein paar Fischerhütten, aber doch keine Millionenstädte, die dann überschwemmt werden können.

Man brauchte für 1 Milliarde Menschen weltweit auch wesentlich weniger Trinkwasser, als für die heutigen Megacitys. Heutzutage wird das Trinkwasser oft dem Grundwasser entzogen und deswegen sinkt teilweise das Gelände stark ab und die Stadt (Jakarta ist hierfür ein Beispiel) geht nach und nach unter. Also nicht wegen des Klimawandels.

Der Wald und die Tiere hatten überall eine Überlebenschance, da der Menschlein zu wenige waren, um die Wälder ganz und gar abzuholzen, Autobahnen quer durch alles zu bauen und sich in Megastädten übereinander zu türmen.

Es gab zwar Überschwemmungen und Feuersbrünste, aber da die Welt so menschenleer war, wurden meist weder Häuser noch Kleinstädte noch Menschen so stark geschädigt. Riesengrossstädte gab es nicht. Und schon gar nicht solche, die dort stehen, wo sie nicht stehen sollten.

Ein kleines Beispiel hierzu, aus den Bergen, und nicht von einer Grossstadt: Es gibt eine sogenannte Lawinenkartierung, d.h. Gefahrenzonen, von denen Lawinen niedergehen können. Heutzutage stehen zahlreiche Häuser in solchen Zonen, die eigentlich nicht bebaut werden dürften. Weil die Menschheit sich in alle Richtungen zu sehr ausbreitet.

Es gab überall sauberes Trinkwasser, solange die Menschlein nicht die Flüsse und Seen verunreinigten, was die einen heute immer noch fleissig tun, während andere immerhin schon wieder bei sauberen Seen und Flüssen angelangt sind.

Und das führt uns zum Zentrum des Problems. Wie man sieht, ist die Menschheit sehr schlecht, um nicht zu sagen tödlich, für die restliche Umwelt (Pflanzen, Tiere, Ressourcen im Boden). Sie vernichtet alles und jedes und sich selbst.

Andererseits kann man durch Aufklärung, Schulbildung (ja, Greta, Schulbildung), Innovation und Kreativität doch auch wieder Schlechtes in Gutes umkehren. Zum Beispiel total verdreckte Seen und Flüsse (die Elbe als Kloake Europas z.B.) in saubere Gewässer umwandeln, die sogar die Fische wieder mögen.

Man kann die Antibabypille einnehmen oder andere geburtsverhütende Massnahmen ergreifen, um die Masse Mensch in erträgliche Bahnen zu lenken. Erträglich für unseren gesamten Planeten.

Man kann Dämme bauen, Häuser auf Flössen bewohnen (z.B. auf dem Mekong in Asien zu sehen oder in Holland), Häuser auf Stelzen errichten (ganz Venedig wurde so erbaut und New Orleans so verbessert) usw, usw. Man kann, mit einem Wort, Technologie und seinen Verstand nutzen, um den Wetterunbilden zu begegnen.

Man kann Salzwasser aus dem Meer, von dem es ja immer mehr geben wird bei den schmelzenden Gletschern, in Süsswasser umwandeln.

Man kann der Tierwelt wieder eine Chance geben, indem man sie nicht überall verfolgt und aus totaler Dummheit ausrottet.

Man kann, auch wenn man bitterarm und ungebildet ist, seinen Müll einsammeln und teilweise anderweitig verwerten. Wäre sogar ein lukratives Geschäftsmodell.

Man kann, wenn die Temperaturen wirklich steigen, Weltgegenden fruchtbar machen und zum Anbau nutzen, die heute noch nicht genutzt werden. In den Anden z.B. wachsen auf grosser Höhe wundervolle Kartoffeln und andere Gemüse, warum nicht auf ehemaligen Alpen-Weiden? Oder in Sibirien?

Statt jeder eingehenden Fichte im Tiefland nachzutrauern, kann man dort Bäume pflanzen, die wärmeres Klima besser vertragen und die Fichten auf grösseren Höhen anpflanzen.

Teile Afrikas sind durch das CO2 grüner geworden. Na also. Es gibt Projekte, sogar in den Golfstaaten, Bäume zu pflanzen die lokal Regen fördern.

Man kann das aus dem Meer gewonnene Süsswasser zur Bewässerung von Plantagen (aber keine Monokultur!) nutzen. Kapstadt, das so unter Regenarmut leidet, z.B. liegt am Meer. Südafrika ist theoretisch – solange das Geld nicht verschleudert wird – ein reicher Staat. Warum bauen sie nicht Desalinierungsanlagen? Heute alles machbar. Viele dieser Anlagen, überall auf der Welt, würden den Meeresspiegel senken.

Man kann in den Schulen die Kinder dazu anregen, kreativ zu denken, Neues zu erforschen, Naturwissenschaften zu studieren, statt sie in Klimapanik zu versetzen.

Das alles und noch viel mehr kann man tun und es ist vernünftiger als ständig nur „Panik“, „Panik“ „unser Planet brennt“ zu schreien, um auf dieser überhitzten, wenn auch ausgeleierten Platte seine eigenen politischen roten Süppchen zu kochen.

(17. 12. 19)