Greta und COP25 Madrid

In Matheprüfungen musste man früher immer unter die gelösten Aufgaben schreiben: w.z.b.w. Bezüglich dieser irrsinnigen COP25 Veranstaltung in Madrid mit ca 25’000 Teilnehmenden, von denen wohl nur eine einzige mit hochmoderner (nicht wirklich umweltfreundlicher) Segelyacht und dann dem Nachtzug angereist kam, könnte man schreiben: w.z.e.w. = „Was zu erwarten war.“

Was war zu erwarten? Es hat doch wohl niemand erwartet, dass sich Teilnehmer aus 200 Ländern auf irgendetwas Konkretes einigen könnten, oder? Wie sollte das wohl gehen?

Was zu erwarten war, war genau das, was eintrat und wie es geendet hat. Mit einem RIESENAUFWAND sind diese 25’000 Menschen nach Madrid gereist, per Flugzeug, versteht sich, ein paar wenige Jugendlich aus benachbarten Ländern VIELLEICHT mit Bahn oder Bus. Aber die Politiker (inklusive Grüne) und die Medienleute ganz sicher nicht.

Man „einigte“ sich auf einen „MINIMALKONSENS“, hiess es zum Schluss der Monsterveranstaltung; im Klartext heisst das, man einigte sich darauf, dass man sich nicht einig war. Mit einem Wort: Ausser Spesen (die selbstverständlich die braven Steuerzahler, d.h. die arbeitende und nicht die jetsettende Bevölkerung = Politiker, Medienleute der jeweiligen Länder zahlten) und sehr viel zusätzlichem CO2 (das man doch angeblich eliminieren will) nichts gewesen. Haben diese netten Leutchen schon mal was von Conference Call = Konferenz per Internet gehört? Nein? Braucht natürlich auch Strom und produziert damit CO2, aber längst nicht in dem Ausmass, wie die „Klimaretter“ dies nun produziert haben.

Und Greta wirkte bei ihren Auftritten in Madrid relativ ruhig, sogar resigniert, könnte man sagen. Jedenfalls hat sie ihren Ton heruntergeschraubt. Wahrscheinlich haben der Papa und die anderen zuständigen Erwachsenen dem Kind erklärt, dass es lieber nicht mehr so herumschreien soll wie in New York. Das ist negative Publicity.

Sie nahm den Mund trotzdem ziemlich voll, als sie sagte, sie sei um die Welt gereist. Ist sie nicht. Zufällig besteht die Welt aus ein bisschen mehr als nur Europa, den USA und Kanada. Weiter ist sie nicht gekommen.

Dieses Mal hat sie weniger die ihr gestohlene Kindheit beklagt – von wem ihr die gestohlen wurde, ist immer noch nicht klar – und weniger ihr Sprüchlein von den „scientists“, denen man folgen sollte, hergebetet. Vielmehr hat sie die armen indigenen Völker, die nun am allermeisten mit dem Klimawandel zu kämpfen haben, ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit gestellt. Ein paar ihrer Leidensgenossinnen aus Afrika z.B. erklärten, dass es ihnen nun auf einmal bewusst geworden sei, dass der Klimawandel und damit selbstverständlich die Europäer (ein die Umwelt im höchsten Masse verschmutzendes China und Indien gibt es in dieser Sicht nicht) an den Missernten und dem Elend in Afrika schuld sind. Und wer brennt eigentlich in Brasilien und anderswo den Urwald nieder? Einheimische oder böse Europäer?

Wir wollen hier gar nicht bezweifeln, dass das Wetter und das Klima ganz allgemein einen Einfluss auf die Ernten haben. Vor allem im geplagten Kontinent Afrika. Aber weitaus wichtiger sind in diesem Kontext folgende Punkte:

  1. Korruption. Miese Politiker, so ziemlich die miesesten die man sich vorstellen kann weltweit (abgesehen von Nord Korea, Süd- und Mittelamerika und dem Nahen Osten), finden sich leider, leider in Afrika .
  2. Kriege und Bürgerkriege. Auch hierin tut sich Afrika durchaus hervor.
  3. Geld, das verschwindet, statt dass es dafür gebraucht wird, wofür es gemeint war: zur Unterstützung der Bevölkerung.
  4. Man fragt sich auch, ob all das Geld, das nun als „CO2-Kompensation“ zum Aufforsten z.B. nach Afrika fliessen sollte, auch wirklich in Form von mehr Bäumen dort ankommt. D.b.w. = Darf bezweifelt werden.
  5. Geld- und Machtgier. Unersättlichkeit und Unverstand beim Roden und Ausbeuten von Urwald z.B. und vielen anderen Dingen.

Jetzt fährt Gretalein erst mal mit Papa heim. Zu den Hunden – die, das haben neulich erst die deutschen Grünen festgestellt (aber die spinnen ja so oder so) auch nicht wirklich Klima- kompatibel sind. Man sollte sie wohl aufessen, statt ihnen nicht-klimaneutral-hergestelltes Dosenfutter zu verfüttern – sagen die Grünen. Viel zu viel Methan und Co2.

Item, heim zu den Hunden, der Schwester, der Mama, die nicht mehr international auftreten darf wegen Greta und heim zum schwedischen Sankt Luzia Fest und Weihnachten!! Mit oder ohne klimaschädigendem Baum?? Hoffentlich erfreut sich das Kind wenigstens an Weihnachten ein bisschen nach all den Strapazen ihrer Segeltour.

Sie fährt, wie sollte es anders sein? mit dem Zug. Und da die deutsche Bahn ja so hervorragend funktioniert, wurde, wie Greta herself twitterte, ihr Zug von Basel kommend aus dem Verkehr gezogen. Deswegen musste sie also auf dem Boden sitzen. Hätte irgendjemand erwartet, dass die Bahnen in DE funktionieren? Nein? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Wir auch nicht.

Das Foto zeigt das Kind, umringt von grossen Gepäckstücken auf dem Boden sitzend. Dramatisch. Gute PR Wirkung: Greta nimmt für’s Klima ALLES in Kauf. Auch das Bahnfahren ohne Sitzplatz, im ungemütlichen Gang, vor der Klotüre womöglich. Einfach ALLES!

Aber laut DB durfte sie dann in der Ersten Klasse weiterfahren. Die DB will natürlich eine auf dem Boden sitzende Heilige nicht auf sich sitzen lassen und twittert: „Liebe #Greta, danke, dass Du uns Eisenbahner im Kampf gegen den Klimawandel unterstützt! Wir haben uns gefreut, dass Du am Samstag mit uns im ICE 74 unterwegs warst. Und das mit 100 Prozent Ökostrom. Noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist.“ Davon hat die liebe Greta natürlich nicht berichtet, es hätte den Eindruck des heiligen Martyriums natürlich etwas verwischt. Und nett auf Freundlichkeiten antworten, ist auch nicht jederfrau Sache.

Und eine weitere klitzekleine Kleinigkeit hat das Mädel aus Schweden vergessen zu erwähnen bei ihrem Getwittere: Offenbar sass ihr gesamtes Team schon ab Frankfurt 1. Klasse im Zug – von wegen auf dem Boden sitzen. Das schreibt jedenfalls die DB, die keine negative PR will, nur weil das Kind unbedingt auf dem Boden sitzen möchte. In einem überfüllten Zug wäre auch der hinter ihr sichtbare Gang voller Menschen und Koffer. Ist er aber nicht.

Egal, wie auch immer. Dass die Bahnen in DE chronisch nicht funktionieren, ausfallen und/ oder überfüllt sind, wissen sowieso alle.

Und dass Greta und ihr geheimnisvolles Team stets und ständig Werbung für die junge Dame machen, ist ja wohl klar. Und da macht sich ein Sitzplatz 1. Klasse, noch dazu intensiv von Bahnangestellten betreut, längst nicht so gut wie so ein armseliges, trauriges Würstchen, das auf dem Boden hockt und sehnsüchtig in die verlorengegangene Zukunft blickt.

Wer ausser dem Papa und dem aus den USA wohl nach Madrid geflogenen Hof-Fotografen, der zwar auf der Malizia, nicht aber auf der La Vagabonde dabei war – und durch den Atlantik ist er ja wohl nicht zurück geschwommen – gehört denn eigentlich noch zum „Team Greta“?? Und wo waren die alle, als sie in den USA war? Doch womöglich nicht dort? Dorthin hat sie doch nur der Papa und der Fotograf begleitet? Oder sind die anderen Teammitglieder alle still und heimlich in die USA GEFLOGEN??

Aber sei’s drum. Das Kind ist nun hoffentlich im schönen Stockholm angekommen und kann den Luxus, den ihm seine Familie (inklusive Ferienwohnung in Spanien, wovon berichtet wurde?? -stimmt das auch?? Medien, Medien lügt ihr schon wieder??) bietet, wieder geniessen. Und darf wieder brav in die Schule gehen, wie es sich für brave kleine Zopf-Mädchen gehört, die sich doch so um die Zukunft sorgen.

Apropos Lügenpresse: Eine Zeitung berichtete über „die 1.62m grosse Greta…“, nachdem sie in Madrid angekommen war. Greta ist nicht 1.62m gross, oder liegen wir da ganz falsch?? Ist an sich auch nicht von Bedeutung, ob sie nun 1.62, 1.75 oder 1.50m gross ist. Es zeigt aber doch wieder, dass die Medien konstant Märchen erzählen, man kann es auch Lügen nennen.

Naja, und Gretalein – sie ist ja noch ein Kind- erzählt eben auch ganz gerne Märchen zwischendurch. Eigentlich hätte sie auf ihrer Heimreise in Zürich einen Stopp einlegen und sich das Ballett „Das Mädchen mit den Zündhölzchen“ anschauen sollen. Das wäre so ein richtig passender Hintergrund für ein weiteres tragisch- PR- mächtiges Bild, Thema „unglückliches, kleines Mädchen ohne Zukunft wegen der bösen Kapitalistenwelt“, geworden.

Okay, never mind.

Nun haben wir hoffentlich – auch weil es langsam winterlich ungemütlich wird und alle in die Weihnachtsferien nach Teneriffa, Bali, Kapstadt usw fliegen werden- endlich einmal für eine Weile Ruhe vor dem Thema „Klima“. Naja, vielleicht. Denn egal, was der Winter so treibt, viel Schnee, oder wenig, viel Wind oder Sturm oder gar keiner – alles wird dem Klimawandel angelastet. Gar nicht mal zu Unrecht. Denn Klima wandelt sich, ständig, seit Milliarden Jahren, seit es die Erde gibt.

Und damit müssen wir armen Menschlein fertig werden.

Aber wogegen wir alle, jeder einzelne von uns, tatsächlich etwas tun könnten, ist unser Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt, unser überbordender Konsum, unsere Wegwerfmentalität, unser überbordender Trieb, uns hemmungslos mehr und noch mehr zu vermehren. Die Tendenz, unseren Müll einfach in die Landschaft, in der Uni vor die Füsse des Putzpersonals, in die Flüsse und Seen und damit auch ins Meer zu kippen.

Und dem Greta-Mädchen kann man nur sagen, ebenso wie all den anderen Hüpfkindern, die sich so ums Klima sorgen: Kehrt erst mal vor der eigenen Haustüre, bevor ihr allen anderen Vorschriften machen wollt.

Und geht vor allem in die Schulen und lernt etwas Nützliches. Naturwissenschaften z.B. Denn die jungen Leute, die TATSÄCHLICH etwas für eine gesunde Umwelt inklusive Klima tun und nicht nur sinnlos herumschreien deswegen, erfinden so schlaue Sachen, wie Meerreinigungsanlagen, oder Möglichkeiten, CO2 einzufangen, oder sie pflanzen Bäume, oder sammeln Müll an Stränden ein und erklären den Mitmenschen, dass sie den Müll nicht einfach in die Landschaft werfen sollten usw.

Aber es ist natürlich trotzdem gut, dass die Hüpfenden schreien und hüpfen, denn so wird das Bewusstsein dafür geweckt, dass die Menschen eben doch nicht die Krone der Schöpfung sind, sondern eher deren Untergang.

Wenn wir uns weiterhin wie die Karnickel vermehren, und alle Kreatur, die neben uns nur noch so dahin darben darf, eliminieren, wird dieser Untergang sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Aber in Panik sollten wir deswegen nicht ausbrechen und auch nicht in sinnlose Angstzustände. Auch wenn Greta das von allen verlangt. Nach dem Motto: Was mir als Elfjähriger passiert ist, als eine Lehrperson von Untergang und Weltbrand und schlimmem Klimawandel sprach, und ich schreckliche Angst und Panik verspürte, soll allen anderen auch geschehen. Vielmehr sollten wir mal das einschalten, was uns angeblich auszeichnet: unseren Verstand.

Der Papst sollte ihn endlich dazu brauchen, allen Menschen klar zu machen, dass nicht die Vermehrung der Menschheit das Wichtigste und Gottgefälligste ist, sondern das Gegenteil: Familienplanung, Beschränkung auf 1 -3 Kinder pro Frau WELTWEIT und Schluss.

Jede und jeder Einzelne sollte überlegen: brauche ich wirklich schon wieder ein neues i-phone, i-pad, neue Billig-Klamotten usw usw? Was brauchen wir wirklich?

Die Industrie sollte solide Sachen herstellen, die auch nach jahrelangem Gebrauch funktionstüchtig sind.

Usw, usw, wir wollen hier nicht endlos Dinge aufzählen, die alle für sich selbst entscheiden und verantworten müssen und können. Am aller-, allerUNnötigsten sind in diesem Kontext übrigens die sinnlosen Waffensysteme aller Art, die unglaubliche Mengen an Ressourcen verschlingen und doch nur zum Morden da sind. Angefangen bei missbrauchten Küchenmessern und endend mit der Atombombe, nach der seit neuestem jeder Obertrottel von dämlichem Diktator schreit, dass er sie auch noch haben müsse.

Man sollte die Kinderlein nicht verschrecken mit so viel bösem Tun. Das ist schon wahr. Man sollte allen Kindern dieser Welt eine echte Zukunft geben, das ist auch wahr. Vielleicht ist das Zauberwort hierfür: Selbstbeschränkung, Konzentration auf wirklich Wesentliches, auf die Liebe -es wird ja Weihnachten- zu ALLER KREATUR auf dieser Welt und die Einsicht, dass wir diese Erde nur geborgt haben, inklusive ihrer Ressourcen, die einerseits beschränkt sind und andererseits allen zustehen, von der Ameise bis zum Walfisch.

Mehr Liebe und weniger Wettbewerb, wer ist mächtiger, grösser, schneller, blöder…. Das kann schon be-elenden und Kinderseelen schädigen.

(15./ 17. Dez.2019)