Und die Claudia Benedicta ist auch immer für eine Geschichte gut

Zwar hat ihre nichts mit Klimawandel zu tun, eher was mit ANTISEMITISMUS. Nämlich mit dem Treffen mit einem hochkarätigen Antisemiten.

Und das heutzutage, wo doch die Bundesregierung (man weiss schon, Maas und so) erst gerade wieder im Brustton der Überzeugung versprochen hat, dem Antisemitismus in DE ENDLICH mal den Garaus zu machen.

Aber offenbar nimmt man das ebenso wenig ernst wie die Tiroler den Klimawandel (siehe Artikel zu Kunstpiste).

Na, was ist denn nun schon wieder passiert?

Also die Claudia reist, kunterbunt gewandet – man weiss schon, sie liebt Buntstifte und überhaupt eine bunte Gesellschaft -, also kunterbunt gewandet reist sie zu einem Treffen der „Interparlamentarischen Union“ in Belgrad, um dort, wie gesagt, mit dem bekannten Antisemiten Ali Laridschani aus Iran zusammenzukommen. Herzlich. Mit ausgestreckten Armen und dem unbezwingbaren, strahlenden Claudia Benedicta Lachen im Gesicht. Bunt gekleidet. Offenbar hat sie da gar keine Berührungsängste. Ohne ihre geblondeten Haare unter einem schwarzen Kopftuch und ihre farbenfrohen Kleider unter einer schwarzen Kutte zu verstecken. Wie es die Frauen im Iran alle tun müssen. Aber frau war ja nicht im Iran, sondern nur in Belgrad.

Jedenfalls gab es doch wieder so Nörgler, die ihr ihre Herzlichkeit mit einem der grössten Antisemiten vorwarfen. Ja, ja, die Welt ist eine ungerechte. So ungerecht, dass sich der Bundestagspräsident genötigt sah, einzugreifen und gute Worte zu ihren Gunsten von sich zu geben.

Wir zitieren den Bundestagspräsidenten: „Es ist üblich, am Rande internationaler Konferenzen auch Anfragen ausländischer Delegationen zum bilateralen Gespräch anzunehmen und dabei mit gebotenem Nachdruck unsere Wertmaßstäbe zu vertreten. Dies hat die Delegation unter Leitung von Claudia Roth bei der Versammlung der Interparlamentarischen Union (IPU) im Gespräch mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Ali Laridschani getan, indem sie iranische Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel aufs Schärfste verurteilte und so deutlich machte, dass sich Deutschland der Verteidigung des Existenzrechts Israels verpflichtet sieht. Ich habe überhaupt keinen Zweifel daran, dass Claudia Roth jeder Form von Antisemitismus entschieden entgegentritt. Wir sind im Übrigen gut beraten, angesichts der Zuspitzung des Nahost-Konflikts auf allen Ebenen jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, unseren Einfluss in dieser unmittelbaren Nachbarregion geltend zu machen und diese nicht der Interessenspolitik Russlands, der Türkei oder Chinas alleine zu überlassen.“

Ja, ja, die Claudia. So ein patentes Mädchen. Schäkert ein bisschen mit dem Iraner herum, strahlt ihn an, vermittelt die „Wertmassstäbe“ der deutschen Regierung (welche wären??) und verurteilt gleichzeitig AUFS SCHÄRFSTE iranische Vernichtungsdrohungen gegen Israel. Das nennt man hohe Kunst der Diplomatie. Vor allem von Seiten einer Frau. Da sich diese iranischen Politiker, alias Frauenhasser, ja normalerweise von einer Frau gar nichts sagen lassen, wird Ali wohl nicht allzu beeindruckt gewesen sein von der Claudia und ihrem Gestrahle und Wertmassstäbe-Vermitteln. Und gleichzeitig hat sie es den Türken, den Chinesen und dem Putin wieder mal so richtig gezeigt. Wer hier das wirkliche Sagen hat. Sagt Schäuble.

Also wieder mal alles paletti, sprich beim Alten. Grüne, die Roth, und Rote, der Müller aus Berlin z.B. aber auch andere, die dürfen das: So tun als seien sie gegen Antisemitismus und dabei schäkern sie mit den schlimmsten Antisemiten herum. Das nennt man konsequent, nicht wahr?

(22. Okt. 2019)