Von Märchen- und anderen Prinzen

Da reitet einer daher auf hohem Ross, einem wunderschönen Schimmel, vor schneebedecktem Gebirge…. Und durch einen verschneiten Tannenmärchenwald…..Wer mag das wohl sein? Der Märchenprinz aus „Aschenputtel und die drei Haselnüsse“?

Die ganze Welt rätselt. Vor allem, welche AUSSAGE hinter diesem Ritt auf dem zu hohen Ross stehe. Welche wohl? Dass der Kerl ein angeberischer Kotzbrocken ist, ein Wichtigtuer, ein ganz kleiner Geist, der sich künstlich vergrössern muss. Und sonst nichts.

Das Pferd tut einem jetzt schon leid. Erstens muss es den Dicksack tragen und ertragen und mit ihm herumhüpfen. Obwohl wahrscheinlich ein paar der Bilder gestellt wurden mit Double; denn dass der Dicke derartige Reiterkunst vollbringen kann, ist doch stark zu bezweifeln. Und zweitens tut einem das Pferd leid, da im Märchenland des Möchtegern Märchenprinzen alle, inklusive Pferde, einen Kopf kürzer gemacht werden, sobald des Prinzen Laune dies fordert. Und launisch ist der Kerl! Das hat er mit etlichen Auftragsmorden schon oft bewiesen.

Aber verlassen wir das kalte Nordkorea, wo einen das Gruseln überkommt – wie so oft in Märchen- und wenden wir uns dem heissen Pakistan zu. Dort ist ein echter Prinz mit seiner nicht wirklich als Prinzessin geborenen Prinzessin unterwegs. Was machen sie dort? Die beiden besuchen so dies und das, erfährt man. Alles offenbar ohne grosse Bedeutung, denn DAS EINZIGE, worüber die NEWSPAPERS sich auslassen, dafür im GROSSEN DETAIL, sind die Klamotten des Prinzenpaares. Die sind soooo wichtig, besonders die der Frau – bei Männern ist die Auswahl ja nie so grossartig -, dass sie die Medien total dominieren. Als ob es nichts Interessanteres zu berichten gäbe über die Reise des Prinzenpaares.

„Stilsicher und dennoch diplomatische Kleiderwahl“ sei das Ganze. Ja, ja, hübsch anzusehen, diese langen Röcke (Knöchellänge) und darunter die langen Hosen und darüber die diplomatischen Schals, nett über die Schulter drapiert. Wenigstens hat sie nicht auch noch das hübsche Köpfchen mit den herrlichen Haaren verhüllt- aus lauter Diplomatie. Dazu muss frau direkt gratulieren!!

Und der Herr Prinz setzt für die meisten „Anlässe auf klassische Anzüge oder Hemd“. Dieser nette Satz stammt von einer der bekannteren Zeitungen. „Klassische Anzüge oder Hemd“: also läuft er entweder im Anzug OHNE Hemd oder NUR im HEMD durch die Gegend? Mit einem Wort halb nackt? Wohl kaum. Des Kaisers neue Kleider werden hier doch nicht getragen. Immerhin zog er sich „beim abendlichen Empfang“ anständig und dem Gastgeber-Land gemäss mit einer „landestypischen“ Jacke an. Ein braves Prinzenpaar. Und nein, weder kommen sie zum Abendanlass auf Schimmeln geritten, noch fahren sie mit einem schusssicher ausgerüsteten superteuren schwarzen Rolls Royce vor, sondern sie nehmen – sooo süss und landestypisch passend – eine märchenbunt bemalte Auto-Rikscha.

Während sich die Grossmutter Königin zu Hause mit dem Verlesen einer albernen Regierungserklärung ihres neuesten PM, auch bekannt als PC, aka „Politclown“, herumplagen muss, macht die Jugend in Diplomatie. Nachdem man ja nun aus der EU austritt, müssen alte Bande wieder aufgewärmt werden. Mit Pakistan, zum Beispiel, das so ein hübscher Staat ist, der Mädchen eine anständige Erziehung verweigert. Darüber hätten die Medien berichten können und wie wichtig es sei, dass die Prinzessin die Pakistani ermuntert, das zu ändern. Aber klar, die Klamotten machen schon eine bessere Figur, vor allem an so einer hübschen Prinzessin. Da muss man sich nicht mit solch prosaischen Dingen, wie ermordeten Mädchen abgeben. Warum wollen die dummen Dinger auch eine Ausbildung?

Pakistan also, ehemals ein Teil Indiens. Aus dem die Briten 1947 einfach abgehauen sind, als ihnen die Sache zu unheimlich und gefährlich wurde. Als die Hindus und die Muslime einander brutal abschlachteten. Als die einen nur einen Staat wollten, Indien, die anderen aber ihren eigenen, zweiten, Pakistan. Das lange Jahre mit den Taliban ko-operiert (hat) und Bin Laden versteckte. Und zulässt, dass Mädchen und ihre Lehrpersonen umgebracht werden, in den Kopf geschossen werden, weil sie zur Schule gehen wollen. Letzteres laut UNO ein Menschenrecht. Ein Kinderrecht. Fest verankert in den UNO Grundsätzen. Wegen dessen ständiger Verletzung Pakistan aber nicht getadelt wird. Da gibt es gar keine Resolution von Seiten der UNO.

Aber halt, stopp! Nun betreten wir eindeutig den Boden der Politik und verlassen das nette Märchenparkett der stilsicheren Kleider.

Was treiben denn die anderen Märchenerzähler so?

Macron und Merkel, zum Beispiel, die beiden MMs, was machen die denn? Der eine will keine neuen Mitglieder in die EU aufnehmen. Recht hat er. Es sind ja nicht einmal die alten Probleme gelöst, das Märchen von „keine Korruption“ zum Beispiel. Das Märchen vom Brexit, zum Beispiel. Sollen die Briten doch erst mal raus, bevor man schon wieder über neue Mitglieder diskutiert, die ja doch nicht passen, da auch sie das Märchen von Korruptionslosigkeit und Anpassung an die EU erzählen.

Und überhaupt. Wieso eigentlich immer MM? Wieviele Mitglieder hat denn die EU? Ach so! 28 minus 1, macht nur im Märchen 2, oder? Und die haben alle gleich viel zu sagen, oder? Oder ist das auch nur ein Märchen?

In DE selbst erzählt Merkel fast gar keine Märchen mehr. Sie spezialisiert sich auf das Grosse Ganze: Die RETTUNG DER WELT. Und wenn sie schon dabei ist, vielleicht auch die Rettung des Alls. Auf alle Fälle die Rettung des Klimas.

Das ist zur Zeit das grösste Märchen. Und gut, dass es dieses Märchen gibt. Es lenkt so schön von den Banalitäten der Alltagsprobleme ab. Zum Beispiel, wo jedes Jahr der Wohnraum für eine neue deutsche Grossstadt herkommen soll. So viele Neuankommende kommen nämlich jährlich neu an. Und nachdem der Märchenopa, der es einfach nicht lassen kann, versprochen hat, 1/4 aller aus dem Mittelmeer geretteten Neu-Ankommenden in DE aufzunehmen, werden bestimmt sehr bald noch viel, viel mehr sich retten lassen und neu ankommen. Und bleiben.

Deutschland hat nochmals eine Märchentante mehr: Rita Schwarzelühr-Sutter, parlamentarische Staatssekretärin im Umwelt- Ministerium. Sie träumt davon, dass Deutschland zur Rettung des Klimas und der Welt und der Nachbarländer und wer weiss noch was, auserkoren ist. Dass es nur alle anderen bevormunden müsse, und dann werde die Rettung der Welt von allem Ungemach schon klappen. Und so schreibt sie der Schweiz vor, dass diese ihre Kernkraftwerke „zeitnah“ = wann immer Frau Märchentante es für richtig hält, nämlich sofort, stilllegt.

Was gehen die Dame denn die Kernkraftwerke in einem anderen, SOUVERÄNEN Staat an? Was mischt sie sich eigentlich in fremde Angelegenheiten ein? Wir leben hier ja nicht unter der Vormundschaft Deutschlands – ZUM GLÜCK! Wäre ja noch schöner.

Auch wenn der Ritter ohne Verstand und Pferd, ein gewisser Steinbruch oder so, der Schweiz vor ein paar Jahren drohte, eine inexistente Kavallerie einreiten zu lassen, wenn sie dem Herren nicht zu Willen wäre. Es wird ja immer besser in dieser Welt. Genau die Herrschaften, die immer andere des Nationalismus und des Rechtsextrimismus und anderer unschöner Dinge beschuldigen, DROHEN Nachbarländern, mit denen sie angeblich „befreundet“ sind. Wenn so „Freundschaft“ aussieht, wie sieht dann Feindschaft aus?

Und WIE soll der Strom ersetzt werden? Bei Ausstieg aus der Kernenergie, den die Dame RSS u.a. von der Schweiz – Frankreichs Strompolitik gefällt ihr offenbar ebenfalls nicht- fordert? Fordert! Sie sollte sich lieber um eigene Probleme in ihrem Departement kümmern, als ihre Nase in fremde Kernkraftwerke zu stecken. FAKT ist nämlich, dass DE eigene, RIESIGE PROBLEME hat, dass in DE die Stromkosten z.B. ins UNERMESSLICHE STEIGEN. Da eine gewisse Physikerin und Dr.Dr.Dr.hc unüberlegt und hopplahopp alles abschalten lässt, was man an Stromerzeugung nur abschalten kann. Ohne eine Lösung aufzuzeigen, wo dann der viele Strom, der gebraucht wird, herkommen soll? Vielleicht von französischen und Schweizer Atomkraftwerken?

Und da ist eine Aufrüstung der Bahn, die in DE grossenteils noch mit Diesel unterwegs ist oder gar nicht (eher Letzteres), noch gar nicht eingerechnet. Und ebenfalls OHNE die Millionen von Elektroautos, die auf uns zukommen. Wo soll all der Strom herkommen, den man angeblich „klimaneutral“ erzeugen will? Will diese RSS den mit „Jeder fährt täglich eine Stunde Heim-Velo und erzeugt für den Heim-Dynamo Strom“ erzeugen lassen? Darüber sollte sich diese Ministersekretärin mal den Kopf zerbrechen, statt die Schweiz mit ihrem Märchengeplapper zu belästigen.

(17. Okt. 2019)