Achtung, Achtung, die Märchenopas und -tanten sind wieder los, Teil I

Allen voran der Opa Seehofer. Statt sich endlich nur noch seiner Modelleisenbahn zu widmen, spielt er wieder mal den fähigen Innenminister.

Was hat der Mann nicht bloss alles schon von sich gegeben im Laufe der letzten Jahre, sagen wir mal seit 2010. So ziemlich jedes Jahr hat er sich selbst widersprochen und etwas neues versprochen.

Da fand z.B. im Oktober 2010 der Deutschlandtag der Jungen Union statt. Und was sagte der Märchenonkel?

„Multikulti ist tot“, und die hier lebenden Menschen müssten sich zur deutschen Leitkultur bekennen, das heisse, christliche Werte zu achten.
Und: „Wir wollen nicht zum Welt-Sozialamt werden.“

Er stellte einen 7-Punkte -Plan zur INTEGRATION vor. Man stelle sich das vor: 7 Punkte! Denn, auch ein Fachkräftemangel könne „kein Freibrief für ungesteuerte Zuwanderung sein“.

Auch Mutti Merkel stimmte dem damals noch zu (Freitagabend bei einer CDU-Regionalkonferenz in Berlin) : „Die Voraussetzung für die Integration ist, dass man die Sprache hier spricht.“

Aber falls jetzt irgendein illegaler (Betonung auf ILLEGAL, bitte sehr) Migrant aus einem fernen Land, der die Sprache nicht kann, das hier sich vorlesen und übersetzen lässt und Angst bekommen sollte, er müsse sich nun integrieren und womöglich auch noch Deutsch lernen: Keine Bange! Soooo ernst haben der Opa und die Tante das nicht gemeint. Sie wollten damals nur gut Wetter machen bei den Wählern, sich POPULISTISCH EINSCHLEIMEN, Märchen erzählen halt. Ihren tumben kleinen Volkskinderchen.

Im Dezember 2013 wollte die Christliche CSU dann den „fortgesetzte[n] Missbrauch der europäischen Freizügigkeit durch Armutszuwanderung“ bekämpfen. Denn dieser „gefährdet nicht nur die Akzeptanz der Freizügigkeit bei den Bürgern, sondern bringt auch Kommunen an die Grenzen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit.“ Die CSU werde deshalb „falsche Anreize zur Zuwanderung verringern“. Dazu prüfe man „eine generelle Aussetzung des Bezuges von Sozialleistungen für die ersten drei Monate des Aufenthaltes in Deutschland“.
„Wenn beispielsweise Dokumente gefälscht wurden oder Sozialleistungsbetrug nachgewiesen wurde, muss es eine Möglichkeit geben, die betroffenen Personen nicht nur auszuweisen, sondern auch an der Wiedereinreise zu hindern.“ Es sollte gelten: „Wer betrügt, der fliegt.“

Wow! Soviel HEHRE Worte und Versprechen…. Es ging damals zwar eher um die Armutszuwanderung aus den korrupten neuen EU Ländern Bulgarien und Rumänien, aber was für die gelten sollte, sollte ja wohl auch für alle anderen, die da kamen und kommen, gelten. Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt lehnte eine „Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme“ ab. Damals noch. Aber das heisst für die CDU/ CSU ja nicht, dass man das, was man damals so entschlussfreudig annahm, heute für die illegal Zureisenden von überallher immer noch zu gelten hat.

Was damals als klug galt, von dem will man heute nichts mehr wissen. Und nicht nur das. Wer heute SOLCHES sagt und FORDERT (auch noch FORDERT) ist diskreditiert, ist ein Nazi, ein ganz Böser – sagen die Guten und Lieben und Grünen und Rosa-Roten und Hehren und Halbgötter und Halbdiktatoren.

2015 verschärft der CSU-Opa-Märchenonkel den Ton gegenüber der Märchentante Merkel. Sie sagt: „Grenzen kann man nicht schützen.“ Echt wahr, Tante Merkel? Wieso denn nicht? Alle anderen können das ja auch. Weltweit. Nur das angeblich so effiziente Deutschland kann das nicht?

Kann es schon, wenn es darum geht, die Merkel und ihre Entourage vor allem Bösen, nach Bayern Eindringendem zu bewahren, solange sie in den bayrischen Bergen irgendwelche ausländischen Staatsgäste empfängt. Dann klappt das. Aber wenn illegale Migranten, Armutsmigranten, herein strömen wollen, dann geht das auf einmal nicht mehr. Komisch. Aber im Märchen ist das eben so.

Auf Merkels Märchen vom Grenzschutz, der nicht klappt, antwortet der Märchenopa Seehofer bitterböse: „Es ist die drängende Pflicht eines Politikers, auf die begrenzten Aufnahmemöglichkeiten hinzuweisen….Bei aller Hilfspolitik sind wir Politiker nicht befreit von der Frage, auch über die Folgen unseres Tuns nachzudenken.“

Das sind nun aber ganz kluge Sätze vom Opa. Nur leider auch wieder im Bereich der Märchen angesiedelt. Er sagt diese Sätze zwar, aber kein deutscher Politiker unter Mutti Merkel hält sich je daran. Und an der Märchentante perlen solche Vorwürfe sowieso ab, wie Wasser am frisch eingeölten Entengefieder. Sie nimmt solches Gestichel nicht einmal wahr.

Und dann kommt Bundespräsident Joachim Gauck ins Spiel – ja, ja, damals war es noch Gauck und nicht der Fischfilet-Esser und Volksspalter Steinmeier. Nein, Gauck wies auf die beschränkten Aufnahmekapazitäten hin. Im September 15 kamen täglich 8’000 – 10’000 Migranten über die Grenze, die die Märchentante nicht schützen wollte. Mehr als 170’000 Flüchtlinge im September. Für Seehofer ein Beleg dafür, „dass die Angelegenheit vollständig aus den Fugen geraten ist“.

Ja, das war sie tatsächlich, aus den Fugen geraten. Aber Merkel hatte immer noch Märchenstunde. Also mehr vom Gleichen, weiter so.

Nun kam noch ein neuer Märchenonkel hinzu: Der damalige Innenminister Thomas de Maizière. Er nannte die Flüchtlingssituation dramatisch. Und er betonte, – Achtung!!! Neues Märchenelement,- „dass die Schutzsuchenden sich in Deutschland an die Regeln halten müssten“.

Klar doch, Regeln, Deutschland usw. Wo denn, wie denn? Daran halten sich ja schon seit Jahrzehnten auch die „alten Schutzsuchenden“, alias arabische Gangster- Gangs nicht, die man auch alle hereingelassen hat. Ohne das kleinste bisschen Anpassung und Anstand von ihnen zu verlangen. Regeln achten und die neue Kultur, in die die Ankömmlinge ja nun FREIWILLIG einwandern wollen, zu akzeptieren und sich anzupassen?? Pah! Das ist ja nur noch Tausend-und -eine-Nacht!

Als sich alles nur noch als Märchenerzählung für Unmündige heraus stellte und niemand mehr dem Opa und der Tante glaubte und traute, kamen sie mit einem neuen Trick, sprich, Märchen:

Dem Märchen von RASCHER Rückführung, man könnte es auch Ausweisen von Migranten ohne Bleibeperspektive nennen. Man dachte und denkt sich bis zum heutigen Tag dazu immer neue Details und Ideen aus. Die blieben und bleiben aber alle nur das, was sie von Anfang an waren: Seifenblasen vom Märchenopa und seinen Gehilfen, bunt schillernd in die Luft geblasen, um die Bürgerinnen und Bürger einzulullen, sich populistisch anzubiedern, die Leute mit ein paar Ammenmärchen zu beruhigen. „Alles gar nicht so schlimm. Wir haben alles im Griff. Geht nur ruhig nach Hause und überlasst mal alles dem guten Opa und der lieben Mutti. Die wissen schon, wie’s geht.“

Dazu blies der Gauck-Präsident auch noch im Takt ins Horn: „Ihr sollt euren Eliten gehorchen, euch nicht auflehnen, die wissen mehr als ihr tumben Bürgersleute.“ In die gleiche Rattenfängerpfeife bläst heute der Fisch-Liebhaber.

Aber irgendwie war dem Märchenopa doch nicht so ganz wohl bei der Sache. Er war inzwischen als CSU-Chef abgestiegen und dafür zum Innenminister aufgestiegen. Steile Karriere. Aber die Mutti Merkel meinte wohl, diesen Märchenopa könne man nur unter Kontrolle halten, wenn man ihn ganz dicht in Berlin an Muttis Schürzenzipfel anbindet. Ihn zum Schosshündchen macht. Das darf zwar ein bisschen bellen, so von Zeit zu Zeit, aber ja nicht beissen. das denn doch nicht.

Opa Seehofer wurde aber ein bisschen zu aufmüpfig. Nur so als kleiner Kläffer rumhängen und tun, was Frauchen sagt? Nee, das man denn doch nich so janz.: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“, kläffte er im März 2018 in Frauchens Ohr.

Obwohl der Satz eigentlich vom früheren Bundespräsidenten Christian Wulff stammt und auch die Märchentante Merkel ihn mehrmals ausdrücklich unterstützt hatte, war es ihr ja nicht so ernst damit. War halt einfach ein Märchen.
Und als der Opa dann blaffte: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“
und vor „falscher Rücksichtnahme“ im Umgang mit Muslimen warnte und sagte: „Landestypische Traditionen und Gebräuche dürften nicht aufgegeben werden,“ oh mei, da wurde das Frauchen aber böse:

„Fifi, was fällt dir ein?! Halt das Maul! Hör mit dem Gekläffe auf! Was sollen denn die Leute denken? Dass ich NICHT RECHT habe? Also, das geht schon mal gar nicht. Das ist dann nicht mein Land. Das ist nicht richtig und wichtig.“ Sie hatte ja schon mal einem, der sich getraute, vor ihrer Nase ein deutsches Fähnchen zu schwenken, dieses aus der Hand gerissen, und nun kläffte der Fifi was von landestypischen Traditionen?

Und wow!, wie die stritten! Nicht zu glauben. Man konnte doch tatsächlich darauf hoffen, dass ihr ganzes Kartenhaus, genannt „Grosse Koalition“, ihr Luftschloss in sich zusammen fiel.

Aber BINGO! Nichts war’s mit Hoffen. Kurz vor dem grossen Knall, hat Mutti den Fifi doch wieder zurück pfeifen können, so dass er wieder brav bei Fuss geht und hat sein Gekläffe sein gelassen hat. Ein Wendehals-Hundchen. So ein braves Tier! Ei, der Gute. Dafür gibt es aber ein ganz, ganz feines Leckerli. Und den Kopf ein bisschen tätscheln. Und ihm das Leckerli in Form des HEIMAT- UND Innenministeriums ins Maul gesteckt, damit ist er schön ruhig und brav und fabuliert nur noch ganz harmlos so ein bisschen was von Traditionen und in eigener Sache.

Z.B., dass zu seinem Geburtstag ausreisepflichtige Ausländer abgeschoben wurden und ihn das freue. Da hatte er aber die Rechnung ohne die unterdessen gut installierte Anti-Abschiebe-Industrie, sprich all die edlen und guten Moraltriefer gemacht. Jetzt hatte er die auf dem Hals.

Seine schöne Weihnachts-Überraschungsidee vom Dezember 2018 ging voll in die Hose. Er wollte mit einem Gesetzespaket „die Abschiebung ausreisepflichtiger und straffällig gewordener Ausländer beschleunigen.“ Dazu schrieb er eine sage- und- schreibe 73-seitige Märchengeschichte, die so traumhaft schön klang, dass sie unmöglich wahr sein konnte. Was darin nicht alles vorkam: strengere Vorschriften über Abschiebehaft und Ausreisegewahrsam. Eine „erweiterte Vorbereitungshaft“ geltend für Personen, die das Abschiebungsverfahren „umgehen oder behindern“, ihre Identität nicht offenlegen und/ oder einen falschen Namen angeben. Sozialleistungsbetrugs oder Rauschgiftdelikte sollten ebenfalls zur Abschiebung führen. Und Ausreisezentren sollten die Ausreiseunwilligen vorübergehend aufnehmen.

Wie gesagt, alles nur Schall und Rauch, populistische Anbiederung eben. Bis heute (Oktober 2019) ist kein einziger Satz aus der Märchenstory umgesetzt worden.

Und dann passierte auch noch der Super-Gau zwischen Fifi und Frauchen. Fifi bellte mal wieder. Dieses Mal kläffte er : „Obergrenze bei 200’000 Zuwanderern jährlich“. „Rückweisung an der Grenze von Migranten, die nachgewiesenermassen nicht herein dürfen, können, sollen.“

Wow! Jetzt fing aber auch noch die Märchentante, die Mutti, das Frauchen zu kläffen an: „Fifi, sei still! Fifi, bei Fuss! Fifi, willst du wohl folgen?!“
Naja, was bleibt also so einem Fifi anderes übrig als sich brav in den Märchenopa zurück zu verwandeln und seinen „Es war einmal Geschichten“ nachzutrauern. „Es war einmal ein wunderschönes Land, das hatte eine grossartige Kultur. Es hatte zwar auch sehr böse Herrscher und Volksverführer, die das Land beinahe ganz ruiniert hätten, wären nicht die Helden, die Drachentöter von Übersee gekommen und hätten die Drachen getötet. Und danach blühte dieses schöne Land wieder auf. Bis … ja bis zu welchem Tag?“

Das überlassen wir nun der Fantasie unserer hochgeschätzten Leser. Und beenden damit den ersten Teil unserer Märchenstunde.

Doch die nächste folgt sogleich.

(5. Okt. 2019)