Protestieren Wir Gegen Tierquälerei

Die Sueddeutsche Zeitung veröffentlichte am 17. September 19 einen Artikel, in dem Tierquälerei im grossen Stil angeprangert wird.

Lesen Sie selbst dort: https://www.sueddeutsche.de/bayern/landshut-systematische-tierquaelerei-1.4604416

Zum Glück gibt es noch anständige Menschen, wie die Amtstierärzte am Landshuter Landratsamt und den Landshuter Landrat Peter Dreier , die sich weigern, Exportpapiere für Kühe nach Usbekistan auszustellen.

Die Fahrt ist Tausende Kilometer weit und dabei können die Tierschutzvorgaben der EU nicht eingehalten werden. „Bei diesem tagelangen Transport wäre es unvermeidlich, dass den Tieren lang anhaltendes Leid zugefügt wird“, sagt Landrat Dreier. „Wir können und werden uns nicht an dieser systematischen Tierquälerei beteiligen.“

Das höchste Lob gebührt diesen tapferen Ärzten und Ärztinnen und dem Landrat, die statt Geldgier ein Gewissen besitzen.

Allerdings müssen Sie dabei gegen die Gewissenlosigkeit, die Grausamkeit und die Geldgier von Leuten wie den Vertretern vom „Fleckvieh-Zuchtverband Mühldorf“ ankämpfen. Solche gewissenlosen Tierhändler und Tierquäler wollen die Tierärzte mit Gerichtsurteilen dazu zwingen, die Exportdokumente für die Tiere auszustellen.

Bayerns Umweltminister Glauber sagt dagegen: „Tierschutz endet nicht an der Landesgrenze. Die Tiertransporte müssen tierschutzgerecht sein.“ Bravo Herr Glauber! Hoffentlich halten Sie sich auch an diesen Grundsatz und sagen ihn nicht nur vor den Medien zur allgemeinen Beruhigung.

Glauber versprach, dass es von Bayern aus keine tierquälerischen Tiertransporte und-export mehr geben werde. Es existiert eine Liste von Tabu-Ländern: 17 Staaten, darunter Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan, aber auch die Türkei und Marokko – um nur einige zu nennen- gehören dazu. Allerdings braucht es überhaupt keine Tiertransporte nach irgendwohin. Höchstens in der allernächsten Umgebung sollten Tiertransporte überhaupt möglich sein und nur unter den allerkontrolliertesten und tierfreundlichsten Bedingungen.

Was ist diesen Transporte in diese Drittländer allen gemeinsam? Die Tiere werden auf der Fahrt grausam misshandelt, kaum mit Wasser und Futter versorgt. Sie werden eingepfercht auf engstem Raum transportiert, unter ständiger Qual und stossen Angst- und Stresshormone aus. Am Ziel angekommen, werden sie aufs grausamste niedergemetzelt. Man weiss auch genau, WAS für eine Art Länder das sind, sagt es nur nicht, da nicht opportun. Kein einziger Mensch würde sich selbst so transportieren lassen. Warum soll man Tieren antun dürfen, was Menschen für sich selbst niemals wollten?

Kann irgendein Mensch, der sich auch nur ein Fünkchen Gewissen und Moral erhalten hat, solche abscheuliche Tierquälerei ignorieren oder gar noch unterstützen? Was sind das für Menschen, die Tiere derart quälen? Was für Tierhändler, Transporteure, Schlächter und Tierquäler stecken hinter so viel Tierelend? Wie kann man nur?

Legt man bei den zuständigen Stellen der EU Protest ein, wird man mit der Ausrede abgespeist, es sei Sache der einzelnen Länder, die Tierschutzregeln durchzusetzen. Wir zitieren: „In its answer to one parliamentary question, the Commission states that ‚enforcement of legislation on animal transport is a responsibility of the Member States‘.“ und : „The Commission answered that it ‚has no competence to stop the export of live animals to third countries under current EC law. The decision to export is taken by private operators in Member States. Article 13 of the Treaty on the Functioning of the European Union (TFEU) requires that the Union and Member States pay full regard to the welfare requirements of animals in formulating and implementing certain policies of the Union.“

Warum, um alles in der Welt, kann diese nutzlose EU nicht für Ordnung auf dem Gebiet des Tierschutzes sorgen?? Warum bringen es auch die einzelnen Länder, wie z.B. Deutschland, nicht fertig, ihre eigenen Tierschutzgesetze auch zu implementieren und dann durchzusetzen. Warum sind die meisten Politiker solche Lari-fari-Typen, die nichts, aber auch gar nichts taugen? Denen ihr ruhiges, gut bezahltes Pöstchen zwar angenehm ist, die sich aber ja nicht dafür einsetzen, dass der Tierschutz z.B. auch energisch durchgesetzt wird?

Warum wird nicht generell der Transport von lebenden Tieren in Drittländer und auch von einem EU Land in ein anderes verboten, wenn die Distanz sagen wir mal 100 Kilometer überschreitet und es nicht 100%ig gewährleistet ist, dass das Wohlergehen der Tiere und NICHT die GELDMACHEREI im Vordergrund steht? Lebende Tier zu transportieren ist sowieso unsinnig und unnütz. Kein Tier muss über lange Distanzen hierhin und dorthin verschachert werden.

Die Ruchlosigkeit, Gewissenlosigkeit und Geldgier dieser Händler, Transporteure und Tierzüchter und involvierten Politiker und Richter, die anständige Tierärzte und verantwortungsvolle Minister dazu bringen wollen, den Transporten zuzustimmen, kennt offensichtlich keine Grenzen.

Eine einzige Schande!

. (18. Sept 2019)