Wie erschafft man „Schiffbrüchige“?

Das geht ganz einfach. Kann man auf der FRONTEX Seite anschauen.

https://frontex.europa.eu/media-centre/news-release/frontex-detects-mother-boat-smuggling-people-dIBt9Q

Menschenhändler -Schmuggler aus Nordafrika nehmen ein Fischerboot und stopfen den Schiffsrumpf voll – nicht mit Fischen, sondern mit Menschen. In diesem Fall mit (Wir zitieren FRONTEX): „Most of the migrants came from Bangladesh, Morocco and Libya“.

Okay. Dann wird noch ein Beiboot angehängt und das Ganze fährt aufs Meer hinaus, getarnt als Fischerboot, bis kurz vor die Küste Lampedusas oder einer anderen europäischen Insel.

Die Migranten steigen, wie der Film von FRONTEX zeigt, freiwillig auf das Beiboot um, ziemlich viele ohne Schwimmweste. Die eine oder andere Wasserflasche wird ihnen noch nachgereicht. Sie würden wohl kaum freiwillig in diese Beiboote einsteigen, wenn die Kriminellen ihnen nicht versichert hätten, dass sie ganz nahe an einer europäischen Küste wären, oder einem der immer noch vorhandenen Boote der ach so humanen europäischen „Seenotretter“.

Das Schmugglerboot fährt ab und überlässt die Menschen ihrem Schicksal. Sie sind nun in „Seenot“, denn natürlich kann dieses überfüllte Beiboot nicht sehr lange dem Wind und den Wellen standhalten.

Die „Schiffbrüchigen“ werden also im Normalfall von irgendjemandem vor dem Ertrinken bewahrt, aus einer Situation, in die sie sich freiwillig begeben haben.

Heutzutage, dank Mobiler Telefonie, wissen alle, wie es in den Lagern in Libyen und auf dem Mittelmeer zu- und hergeht. Es kann also niemand behaupten, er hätte das nicht gewusst und sich aus Versehen in solch eine schreckliche Lage begeben. Erstaunlich, dass die Leute immer noch diesen Schmugglern Tausende von Euros zahlen, statt dieses Geld z.B. in Bangladesh, Marokko oder sonstwo für eine sinnvolle Zukunftsplanung zu nutzen. Oder auch einen der möglichen LEGALEN Wege nach Europa zu nehmen, die es durchaus gibt.

Das Interesse der kriminellen Schmuggler ist klar: Eine Schiffsladung voller Migranten, die pro Person ca 5’000 Euro zahlen, ergibt bei 81 Menschen satte 405’000 Euro.

Bei guten Wetterbedingungen verdienen diese Gauner also Tag für Tag mindestens diese Summe, bei zwei Fahrten entsprechend mehr. Ausser ein bisschen Diesel und einem klapprigen Beiboot haben sie keine nennenswerten Kosten.

Dieses eine Mal ist ihre Rechnung allerdings nicht aufgegangen. FRONTEX filmte ihr kriminelles Tun und nahm sie später fest. Aber wie viele Male sind den Gaunern schon ihre Menschenschmuggel-Unternehmungen geglückt? Wie viele Male haben sie schon absichtlich Menschenleben dem Ertrinkungstod ausgesetzt?

Die europäischen Guti-Gutis gefallen sich darin, dem Schmuggelgeschäft Vorschub zu leisten, indem sie den Menschenhändlern helfend unter die Arme zu greifen und schon mit Rettungsschiffen parat liegen, wenn diese Klapperboote daher treiben.

Und dann wundern sich die Betreiber der sogenannten Rettungsschiffe, wenn ihnen Italien z.B. die Anlandung der „aus Seenot Geretteten“ verweigert. Besser hiesse es: „Der absichtlich in Seenot Gebrachten“ und zwar durch kriminelle Handlungen.

Zudem schieben sie den Europäern auch noch die Schuld am allfälligen Ertrinken der Menschenfracht in die Schuhe. Damit erzeugt man in Europa permanent ein schlechtes Gewissen, das sich wieder ausnutzen lässt.

Aber, sorry, es handelt sich um falsche Schuldzuweisungen: Jeder Mensch ist zu einem grossen Teil für sein Tun und Lassen selbst verantwortlich. 

Niemand zwingt die Leute, ihr Glück in Europa suchen zu wollen, auf notabene illegale Art und Weise, obwohl durchaus legale Wege bestehen.

Niemand zwingt die Menschen, ihr Geld den Schmugglern zu geben und sich so in Lebensgefahr zu begeben.

Und diese kriminellen Menschenhändler sind vor allem diejenigen, die Ertrunkene auf dem Gewissen haben, da sie rücksichtslos mit der Dummheit und Naivität der Menschen Geschäfte betreiben und diese damit in höchste Lebensgefahr bringen.

Dank FRONTEX haben wir nun eindeutige Beweise für diese Verbrechen. Vielleicht denken ja sogar mal die Guti-Gutis über diese Sache besser nach.

(26. Juni 2019)